Lusamum
< Lusanum vor Eröffnung
14.04.11 05:55

Mediziner knüpfen neues Netzwerk

Lichtdurchflutet und freundlich ist der fünfstöckige Rundbau, zukunftsweisend ist die Idee. Das neue Gesundheitszentrum Lusanum gegenüber dem Walzmühlcenter bietet ein einzigartiges Spektrum rund um die Gesundheit mit über 30 Arztpraxen und Ladenlokalen. Am Samstag wurde die größte derartige Einrichtung in der Metropolregion Rhein- Neckar mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür eröffnet.

In dem nierenförmigen Haus nach den Plänen von Architekt Stefan Buttler sind auf 7300 Quadratmeter Fläche viele Facharztpraxen untergebracht. Hinzu kommen nichtärztliche Therapeuten wie Logopäden, Ergotherapeuten sowie eine Hebammenpraxis und die Beratungsstelle der ökumenischen Sozialstation.

Im OP-Zentrum wurde so manchem die Angst vor einem medizinischen Eingriff gekommen. Aber auch Vorführungen wie „Zahnbleeching“, die Knochendichte-Messung oder Blutzuckermessung kamen gut an.

Lob für Architektur

„Nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten in der Stadt haben wir niedergelassene Ärzte, Therapeuten, Gewerbetreibende und Beratungsstellen das Gesundheitszentrum als patientenorientierte Antwort auf den Wandel im Gesundheitswesen gebaut“, sagte Internist Dr. Heinz Rauch, Geschäftsführer und Initiator des Lusanums bei der Eröffnung. Das Lusanum sei ausschließlich unter ärztlicher Trägerschaft realisiert worden und gehöre in Deutschland zu den führenden Einrichtungen dieser Art.

Wie die Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen bei knapper werdenden Kassen steige, belegte Rauch anhand einer Prognose, wonach bis 2050 die Zahl der Menschen über 80 Jahre auf zehn Millionen steige. Gleichzeitig sinke die Zahl der Berufstätigen.

Eine optimale vernetzte, medizinische und therapeutische Versorgung der Patienten auf kurzen Wegen sei die zentrale Idee des Hauses, dessen Planung bereits vor fünf Jahren begonnen habe. Nach einer eineinhalbjährigen Bauzeit sei sie nun Realität geworden, so Rauch.

Gesundheitsdezernent Wolfgang van Vliet lobte das Wagnis der 23 Kommanditisten um Dr. Rauch und dankte für das Bekenntnis zur Innenstadt mit der beachtenswerten Architektur des Gebäudes. Prof. Frieder Hessenauer, Präsident der Landesärztekammer, lobte das breite Facharztspektrum, bei dem alle Ärzte ihre Selbstständigkeit bewahrten. In zahlreichen Grußworten würdigten die Redner die gute Zusammenarbeit der Haus- und Fachärzte, die Vermeidung der Paralleluntersuchungen und stationären Aufenthalte sowie die Optimierung der Praxisstrukturen zur verbesserten Patientenversorgung.

Für die Besucher gab es am Samstag viel zu entdecken. Bei einem Rundgang mit dem Sammeln von Stempeln lockte die Teilnahme an der Verlosung einer Hawaii-Reise

„Das Gebäude ist sehr ansprechend. Die Vernetzung der Ärzte ist gut und wichtig“, lobten Willi und Renate Haug aus Altrip. „Alles ist wunderbar. Die Architektur ist mal etwas anderes. Kein eckiger Bau, sondern nierenförmig rund. Auch der stierblutrote Anstrich passt zu dem Haus. Viele meiner Ärzte sind mit ihrer Praxis hier eingezogen“, freute sich Heidi Weiler.

„Von der Architektur ist das Haus etwas ganz besonderes, auf das Ludwigshafen sicher stolz sein kann. Eine kritische Anmerkung machte indes Martin Wegner aus Ludwigshafen. Für die Apotheke scheine es keine Rollstahlfahrer und Kinder zu geben, da der Rezepteinwurf und die Notklingel viel zu hoch seien.

Hier der Bericht als PDF

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