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Gefäßchirurgie - Fachinformationen - Venen

Fachinformationen Venen

Venenleiden

In den Venen fließt das Blut aus den Organen zurück zum Herzen. Durch die Anspannung und Entspannung der Waden-/Oberschenkelmuskeln beim Laufen (sog. Muskelpumpe) werden die inneren Venen zusammengepresst und das Blut nach oben transportiert. Die Venenklappen wirken dabei wie Rückschlagventile, die das Blut nur in eine Richtung durchlassen, nämlich nach oben.

Solange die Venenklappen intakt sind, sind meist auch die Venen gesund. Durch anlagebedingtes schwaches Bindegewebe, auch durch Bewegungsmangel oder unter dem Einfluss von Hormonen wie in der Schwangerschaft können die Venen sich aufweiten, die Klappen können dann nicht mehr schließen und lassen das Blut nach unten sacken. Dieses führt zu Stauungsbeschwerden in den Beinen, die als Überwärmung, Schwere- oder Spannungsgefühl wahrgenommen werden, auch Schwellungen der Knöchel und Unterschenkel können auftreten.

Krampfadern (Varikosis)

Die Venenschwäche der äußeren Venen führt zu sichtbaren Krampfadern. Die Ausprägung der Krampfadern kann sehr unterschiedlich sein, von kleinen Besenreisern bis zur massiven Erweiterung der Stammvenen (Stammvarikosis). Folgende Beschwerden können bei Krampfadern auftreten:

  • geschwollene Beine am Abend, vor allem nach längerem Stehen
  • Hautjucken und Ekzeme
  • braune Hautverfärbungen
  • Venenentzündungen
  • Krampfaderblutungen
  • als Spätfolge ein Hautgeschwür (offenes Bein)

Behandlungsmöglichkeiten

Stauungsbeschwerden in den Beinen bei Krampfadern können behandelt werden, indem man von außen Druck auf das gestaute Gewebe anwendet, entweder durch einen Kompressionsverband mit einer hierzu geeigneten Kurzzugbinde oder durch einen Kompressionsstrumpf, wobei die Umfangsmasse und die Länge des Beines abgemessen werden müssen, um einen gut sitzenden und wirksamen Strumpf zu erhalten. Im Regelfall reicht der Konfektionsstrumpf, der in verschiedenen Größen im Sanitätshaus oder in der Apotheke sofort erhältlich ist. Bei sehr kurzen oder sehr dicken Beinen kann eine Maßanfertigung erforderlich sein.

Auch durch Hochlagerung der Beine, kaltes Abduschen oder kalte Aufschläge, vor allem aber durch viel Bewegung (Laufen) werden Beinstauungen gebessert.

Krampfadern werden durch die oben genannte Behandlung nicht verschwinden, lediglich die Beschwerden werden so gebessert. Im Sommer wird das Tragen eines Kompressionsstrumpfes oder einer Kompressionsstrumpfhose oft als sehr unangenehm empfunden, so dass eine weitere Behandlung erforderlich wird, durch die die erweiterten Venen entfernt werden.

Bei weniger fortgeschrittenen Fällen ist eine Verödungsbehandlung möglich, bei der ein Mittel in die Vene gespritzt wird, das zu einer Entzündung der Vene führt, nach dem Spritzen ist die Kompressionsbehandlung der Vene durch Verband oder Strumpf erforderlich, damit die Vene dann verkleben kann und auf Dauer verschlossen bleibt.

Bei Erweiterung der Stammvenen oder bei größeren Verbindungsvenen oder größeren Seitenästen ist die Operation erforderlich. Die Entfernung der Stammvene (Stripping nach Babcock) ist immer noch der von den Fachgesellschaften empfohlene Behandlungsstandard. Neue Methoden des Verschlusses der Vene mit Laser- oder Radiowellensonde sind ebenfalls möglich. Die mittelfristigen Ergebnisse sind vielversprechend, Langzeitergebnisse fehlen jedoch noch. Der o.g. klassische Eingriff an den Stammvenen ist risikoarm und kann in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden. In den ersten Jahren nach der Operation sollten Kontrolluntersuchungen erfolgen, um erneute, dann noch kleine Krampfadern zu veröden.

Besenreiser sind sehr häufig, eine medizinische Behandlungsnotwendigkeit besteht nicht. Sie werden jedoch häufig als kosmetisch störende, lästige Hautveränderungen empfunden. Durch Mini-Sklerotherapie lassen sich solche Besenreiser oft gut behandeln.

Gefäßdiagnostik bei Venenkrankheiten

In der Regel kann durch eine Ultraschall-Untersuchung mit farbcodiertem Ultraschall (Duplex) die Krampfadererkrankung genau diagnostiziert werden. Auch andere Ursachen von Beinschwellungen können festgestellt werden, danach kann die Behandlung besprochen und festgelegt werden.

Die früher übliche Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Phlebographie), die mit Strahlenbelastung und dem Risiko der Kontrastmittelallergie behaftet war, ist nur noch in Ausnahmefällen erforderlich.

Kontakt

Dr. med. Dieter Ante
Dr. med. Charis Eibl
Peter Amann

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